KÜNSTLERINNEN: Doppelt prekär in einer Männerwelt! – Eine aktuelle Studie wird vorgestellt.

Sie sollen alles sein:  Muse – Künstlerin – Mutter und mehr.

Und sie sind doppelt prekär dran:  Obwohl der Anteil von Frauen unter den Studierenden an Kunsthochschulen bei 57% und mehr liegt, sind sie in Kunstgalerien massiv unterrepräsentiert. So liegt der „Gender Show Gap“ des diesjährigen Gallery Weekend in Berlin bei über 40%; insgesamt haben Künstlerinnen 22% weniger Einzelausstellungen. Der Gender Pay Gap liegt mit 28% deutlich über dem ohnehin zu hohen Wert von 21% in anderen Branchen. Da der Verdienst von Bildenden Künstler*innen (in Berlin) sowieso dramatisch gering ist – bei Männern im Durchschnitt 11.662,- Euro pro Jahr, bei Frauen nur 8.390,- Euro – geht es da schnell an die Existenz. Und die Altersarmut ist für 90% der Künstler*innen vorprogrammiert: Die durchschnittliche Rentenerwartung der Künstler*innen liegt bei 357,- Euro, wobei über die Hälfte aller Künstler*innen weniger als 280,- Euro zu erwarten haben. „Die Einkünfte aus der künstlerischen Arbeit haben im Jahr 2017 nur bei 20 Prozent die Ausgaben für diese Arbeit voll und ganz gedeckt. Für alle anderen ist ihre künstlerische Arbeit ein Verlustgeschäft.“, sagt Hergen Wöbken, der Leiter der neuen, repräsentativen Studie, die ausdrücklich den Schwerpunkt Geschlechtergerechtigkeit untersucht.

#Me too:  Auch im Bereich der Bildenden Künste sind Frauen dem sexualisierten Machtmissbrauch von einflussreichen Männern ausgesetzt! Von Professoren, Galeristen, Sammlern, Förderern. Entziehen sie sich dem, so droht ihnen das Abrutschen in die Bedeutungslosigkeit.

Diese Themen setzen seit einiger Zeit die Vorstandsfrauen des bbk berlin / Berufsverbands Bildender Künstler*innen Berlin aktiv auf die öffentlich diskutierte Agenda. So hat der bbk berlin in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Geschäftsstelle Gleichstellung diese Studie beim Institut für Strategieentwicklung / IFSE in Auftrag gegeben. Andere Kooperationen wie die mit Vertreterinnen von ProQuote gingen dem voraus.

DIE ZUKUNFT IST WEIBLICH!

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BLICK IN DIE MEDIEN:

Studio Berlin III

IFSE stellt Ergebnisse der Umfrage zur Situation der Künstler*innen in Berlin vor:

http://www.ifse.de/artikel-und-studien/einzelansicht/article/studio-berlin-iii.html

http://www.ifse.de/uploads/media/IFSE_Studio-Berlin-III.pdf

 

bbk berlin – Pressekonferenz IFSE-Studie zur Lage der Bildenden Künstler*innen in Berlin vom 24.04.2018 mit Pressespiegel:

http://www.bbk-berlin.de/con/bbk/front_content.php?idart=5655&refId=199

Beitrag von rbb24 mit Text und Video:

https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2018/04/nur-jeder-zehnte-kuenstler-kann-von-seiner-kunst-leben.html

Berliner Abendschau vom 24.04.2018 mit Schautafeln und mehr:

http://mediathek.rbb-online.de/tv/Abendschau/Berliner-K%C3%BCnstler-m%C3%BCssen-hart-k%C3%A4mpfen/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822076&documentId=51910782

Interview mit Cornelia Renz, Sprecherin des bbk berlin, im Inforadio des rbb vom 24.04.2018:

https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/kultur/201804/229435.html

Artikel von Ulrike Knöfel bei Spiegel Online vom 24.04.2018:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/berlin-kuenstler-an-der-armutsgrenze-a-1204509.html

Artikel von Gabriela Walde in der Berliner Morgenpost vom 25.04.2018:

https://www.morgenpost.de/kultur/article214110959/Arm-wie-Kirchenmaeuse.html

Interview im Deutschlandfunk Kultur von Liane Billerbeck mit Hergen Wöbken vom 24.04.2018 / Text und Hörbeitrag:

http://www.deutschlandfunkkultur.de/prekaere-lebensverhaeltnisse-bei-berliner-kuenstlern-fuer.1008.de.html?dram:article_id=416377

Artikel in der taz von Mirjam Ratmann vom 26.04.2018:

http://www.taz.de/Prekaere-Lebenslage-von-Kuenstlerinnen/!5499018/

Artikel in der Berliner Zeitung von Petra Kohse vom 25.04.2018:

https://www.berliner-zeitung.de/kultur/situation-berliner-kuenstler-umfrage-offenbart-prekaere-verhaeltnisse-und-sexismus-30068480

MONOPOL-Magazin vom 24.04.2018 (hier wird allerdings symptomatischerweise der Genderaspekt völlig ignoriert!):

https://monopol-magazin.de/nur-jeder-zehnte-berliner-kuenstler-kann-von-kunst-leben

 

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/neue-studie-aus-berlin-nur-wenige-koennen-von-kunst-leben-100.html

https://www.morgenpost.de/berlin/article214108937/Studie-Nur-jeder-zehnte-Kuenstler-kann-von-Kunst-leben.html

https://www.tagesspiegel.de/kultur/kuenstler-in-berlin-studie-lage-der-kuenstler-aeusserst-prekaer/21209630.html

https://www.welt.de/regionales/berlin/article175765431/Studie-Nur-jeder-zehnte-Kuenstler-kann-von-Kunst-leben.html

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Artikel in der taz von Brigitte Werneburg vom 28.08.18 über das Presse-Echo in der internationalen Kunstwelt:

http://www.taz.de/Wie-es-Kuenstlerinnen-in-Berlin-ergeht/!5531383/

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2 Gedanken zu “KÜNSTLERINNEN: Doppelt prekär in einer Männerwelt! – Eine aktuelle Studie wird vorgestellt.

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