Inspirierende Zeichenperformances und Installationen bei meinem Besuch in der Rungestraße

OFFENE ATELIERS rs20 der Mietergenossenschaft im Genossenschaftshaus rs20eG in der Rungestr. 20, 10179 Berlin-Mitte

Nicole und Katja hatte ich auf facebook aufgestöbert, und da mich ihre performativen und raumbezogenen Arbeiten interessierten, entschied ich mich, sie bei den „Offenen Ateliers“ zu besuchen und persönlich kennenzulernen. Schließlich entdeckte ich noch Ute, die mich daran erinnerte, dass wir uns schon von einer Vernissage einer gemeinsamen Künstlerkollegin her kennen. „Du bist Kunsttherapeutin“ sagte sie mir auf den Kopf zu. Ich war beeindruckt. Schnell war ein Gesprächsfaden geknüpft.

 

15:30  Nicole Wendel & Audrey Rose Burden: YES_NO_YES, 2018
Konzept: Nicole Wendel
Performance: Audrey Rose Burdon, Nicole Wendel

Nicole Wendel / Bildende Künstlerin und Audrey Rose Burdon / Tänzerin und Musikerin gehen in einen ritualisierten körperlichen Kontakt, in dem sie einander alternierend mit YES und NO antworten – bis ….. beide dies mit YES beenden und mit dieser Einwilligung ihre Körperumrisse mit weißer Kreide auf der schwarzen Bodenplatte fixieren. Anfangs vereinzelt die jeweils eigenen Hände und/oder Füße zeichnend. Im späteren Verlauf verschränken sich, ja fusionieren ihre Körper zu einem gemeinsamen Umriss. Zu einer symbiotischen Nähe des sich aufeinander Stützens, sich gegenseitig Tragens und Haltens, verschlungen aufeinander Liegens, das mich an meine Erfahrungen aus der Contact Improvisation erinnert. Gegen Ende der Performance separieren sich beide wieder. Jede ist wieder für sich. Zurück bleibt als zeichnerisches Abbild des Prozesses das Bild.

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Videos von Nicole auf vimeo

 

17:00  Katja Pudor und Milena Kipfmüller: TRANSIT 2018

Performance: Katja Pudor, Zeichnung und Milena Kipfmüller, Sound

Katja Pudor / Bildende Künstlerin und Milena Kipfmüller / international tätige, experimentelle Cross-over-Musikerin, Klangkünstlerin, Dramaturgin, Regisseurin begegnen sich in einem assoziativen Dialog. Letztere liest aus einem Lexikon vor und repetiert das Gelesene verfremdet mit ihrer Soundmaschine. Katja zeichnet mit schwarzer Tusche auf am Boden liegende Papierbahnen, die sie immer wieder anders anordnet und dabei wie zu einem gewebten Rahmen um die in der Mitte sitzende Musikerin entstehen lässt. Dieser korrespondiert mit dem sich durch Schichtungen bildende Klangteppich. – Schließlich setzt sich Katja vor Milena. Beide schauen sich an. Milena fährt den Klang langsam herunter. Ende.

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Videos von Katja auf vimeo

 

Offenes Atelier: Ute Vauk-Ogawa

Ute Vauk-Ogawa / Bildende Künstlerin mit asiatischen Einflüssen in der Biografie erschafft eindrucksvolle Rauminstallationen. Mit ihren Arbeiten verändert und strukturiert sie Räume, indem sie sich auf deren Wände oder Böden bezieht und sie verlebendigt. Manche Arbeiten hängen frei im Raum von der Decke herab.

Sie selbst sagt über ihre Arbeitsweise: „Das von mir seit einiger Zeit bevorzugte Material ist Hanf, dessen Flexibilität, haarige Struktur und natürliche Tendenz zum Chaos mich interessiert. Durch verschiedene Arbeitsprozeduren wie Färbung, Trocknung, Verdichtung oder die Kombination mit Gelatine, Wachs oder Kunststoff, kann ich die Fasern teilweise härten oder auch weich belassen, wodurch es möglich wird, mit starken Kontrasten zu arbeiten.“

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Bericht und Fotos von Regina Liedtke

 

 

 

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