Currywurst oder ganz große Kunst? – Über die Welt der Kunst, des Geldes und die Wertigkeit der Dinge

Wie bestimmt sich in unserer Gesellschaft der WERT von etwas?

Der WERT eines Kunstwerks. Der WERT einer Leistung. Oder: Der WERT des Geldes selbst.

Um es vorwegzunehmen: In unserer globalisierten, neoliberalen Welt gibt es keinen Wert an sich, keinen Wert in angemessener Relevanz zu einer Leistung und keinen Wert aufgrund einer gemeinsamen Vereinbarung als Tauschobjekt.

Der Kunstbetrieb ist da ein Feld, wo das in besonders eklatanter Weise praktiziert und auf die Spitze getrieben wird.

 

Dies führt uns der TV-Beitrag aus der Reihe „Tatortreiniger“ im WDR auf außerordentlich humorvolle und tiefgründig entlarvende, fachkundige Weise vor Augen, den ich meinen Leser*innen hiermit empfehlen möchte. Es sind ausgesprochen kurzweilige 30 Minuten, die ich mir gleich darauf noch mal angeschaut habe, weil ich sie so gut fand.

 

Darin stellen sich so abstrus anmutende Fragen wie etwa nach öffentlichen Geldern zur Förderung einer Kunst, die Geld vernichtet und als Beleidigung für alle angesehen werden kann, die noch mit ihrer ehrlichen Arbeit versuchen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Oder inwieweit wir ein Kreuz aus Geldscheinen in einer Galerie als Blasphemie empfinden, eines aus Gold in einer Kirche für denselben Geldwert aber völlig okay finden. Oder warum ein Gemälde mit einem Einschussloch aus einer Schießerei eine Wertsteigerung erfährt und nach dem Tod des dabei umgekommenen Künstlers nochmals teurer wird. Und warum ist ein signierter 5-Euro-Schein so viel mehr „wert“, als ein unsignierter?

Die in der Kunstwelt so hoch gehandelte Originalität wird austauschbar durch ihre Fälschung. Die hoch geschätzte Qualität eines Kunstwerks schrumpft bei näherer Betrachtung auf die Formel: Idee + Lobby.

 

Es lohnt sich, darüber nachzudenken, was KUNST WIRKLICH ZU KUNST MACHT, wenn wir das nächste Mal geneigt sind, an das zu glauben, was uns da vorgeführt wird.

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